Film „11.908“ und die Dokumentation zum Film von Eva Kneer

Eine Veranstaltung zum Gedenken an das Novemberpogrom von 1938.

Am 09.November 2022 um 18:30 Uhr im Mal Seh´n Kino mit anschließendem Gespräch.

Adlerflychtstr.6, Hinterhaus, 60318 Frankfurt (Nordend)

 

„11.908“, 16mm Schwarz/Weiß Negativfilm, digitalisiert, vertont, 10:48 Minuten, 2020

Die Dokumentation zum Film von Eva Kneer, 17:21 Minuten, 2021

 

 

Dieser Film entstand aus dem Gedenkprojekt

„Schreiben gegen das Vergessen“

Über 300 Menschen, davon 125 Schülerinnen und Schüler schrieben an fünf Tagen, vom 23.-27.08. 2020, die Namen der 11.908 ermordeten Frankfurter Jüdinnen und Juden auf den Mainkai in Frankfurt am Main, mit weißer Schulkreide. Von jedem Namen wurde mit einer analogen Filmkamera ein Einzelbild gemacht.

Regie: Margarete Rabow

Das Projekt wird fortgesetzt

„Schreiben gegen das Vergessen“ kann nur gelingen, wenn viele Bürgerinnen und Bürger teilnehmen. Darauf hoffen wir und freuen uns über großes und tatkräftiges Engagement Ihrerseits.

Alle Menschen sind herzlich willkommen, auch wenn Sie „nur“ zuschauen möchten.

 

„Schreiben gegen das Vergessen“ in Meiningen am 09.09.2022 von 11-13 Uhr, Marktplatz

Foto: Margarete Rabow, Marktplatz Meiningen

In Gera am 09.09.2022 von 12-14 Uhr, Johannisplatz

Foto: Margarete Rabow, Johannisplatz, Gera

 

In Weimar am 19.09.2022 von 10-16 Uhr, Stéphane-Hessel-Platz von 10-16 Uhr

Foto: Margarete Rabow, Stéphane-Hessel-Platz

Foto: Margarete Rabow, Stéphane-Hessel-Platz

Filmgespräch mit Anja Cioska am 15.07.2022

Film & Talk:

Liebe Film – und Kulturbegeisterte,

wir möchten Sie/Euch sehr herzlich zu unserer Veranstaltung einladen:

Frankfurter Künstlerinnen zeigen Filme (outdoor!!)

in der Galerie Greulich, Fahrgasse 22 in 60311 Frankfurt

Termine:
15.07.2022 ab 21.30 Uhr
Künstlerinnen:
Anja Czioska
Margarete Rabow

22.07.2022 ab 21.30 Uhr
Künstlerinnen
Eva Weingärtner
Monika Schwitte

Moderation Film&Talk: Anja Czioska

Die Veranstaltung erhält Förderung durch das Dezernat Kultur und Wissenschaft, Crespo Foundation aus dem Förderprogramm: „Kulturerwachen. Frankfurt 2022“
Vielen Dank!!

Website

https://www.kulturerwachen.de/

 

Informationen über die 4 Frankfurter Künstlerinnen:

Margarete Rabow

Absolvierte bei Friedl Kubelka, jetzt Friedl vom Gröller,
die Schule für Künstlerische Photographie und
die Schule für unabhängigen Film in Wien.
Fotografie Unterricht unter anderem bei:
Nin Brudermann, Evgen Bavcar, Boris Missirkov, Bernd Preiml, Dorit Magreiter, Friedl Kubelka.
Film Unterricht unter anderem bei:
Michael Palm, Albert Sackl, Gustav Deutsch, Ulrich Seidl,Friedl Kubelka.

Webseite:
https://margarete-rabow.de/

 

Anja Czioska
Städelschulabsolventin Klasse für Film und Kochen bei Prof. Peter Kubelka

https://lightcone.org/en/filmmaker-74-anja-czioska

Anja Czioska erhielt den Hessischen Filmpreis 1999 für
„One Pussy Show“, 6 min 16mm
„One Pussy Show“ drehte ich in den Räumen der AK Galerie Frankfurt anlässlich meiner Einzelausstellung 1998.
Ich stellte die mit einem Akku bestückte 16mm-Baulieu-Kamera auf ein Stativ und schaltete sie auf eine beschleunigte Bildaufnahme ein.
Während der Film drei Minuten durchlief inszenierte ich ohne Publikum eine spontane Performance, in der ich meine Kleider und Schuhsammlung vor laufender Kamera an und auszog.
In meinen Selbstportraits und Performances schlüpfe ich während der Filmaufnahme in die Rolle eines Filmwesens, das unter den gegebenen Umständen der realen Aufnahme nicht möglich wäre.
Durch die beschleunigte oder verlangsamte Filmzeit der 16mm-Kamera, also Zeitraffer oder Slow Motion, wird in der späteren Projektion eine Parallelwelt und ein darin lebendes Filmwesen sichtbar,
welches einen großen Anteil meiner stilistischen Filmästhetik bildet.

Eva Weingärtner

 

wurde 1978 in Worms geboren, sie studierte Kunst an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main von 2000-2006. Seit 2007 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin mit nationaler und internationaler Ausstellungstätigkeit.

„Im Grunde ist das, was alle meine Arbeiten verbindet, dass sie nur behandeln, was in direkter Verbindung zu mir selbst steht. Auf eine Art habe ich das Gefühl so niemanden zu missbrauchen… also mir auf diesem Weg nichts anzueignen, das vielleicht jemand anderem gehört. Dafür wünsche ich mir, dass man sich mit meiner Eigen-Auseinandersetzung identifizieren kann, etwas darin finden kann, das man von sich selbst kennt. Manchmal kann das verstören, diese Konfrontation ist oft sehr direkt. Meine Arbeiten zwischen 2009 und 2013 waren allesamt technisch sehr einfach und auch sehr kurz gehalten, dafür ging es mir immer darum einen ganz bestimmten Zustand (oder mehrere innerhalb eines Prozesses) so präzise wie möglich performativ und filmisch zu „ erwischen“. In Ausstellungen konnte ich die Videos installieren und habe erlebt, dass ich damit eine weitere Dimension eröffnen kann, entscheiden kann, wie intensiv eine Arbeit für die Betrachter wird. Texte zu und über die Arbeiten, von mir selbst geschrieben, sind weiterer Bestandteil einer Gesamtinszenierung.
Seit 2019 erlebe ich eine neue Schaffensperiode, die viele Aspekte von früher wieder aufnimmt, und neue hinzufügt. Das Alterego beschäftigt mich von Anbeginn meines Schaffens. Die KünstlerIn zu sein, die in ihren Videos performt, ist eine Rolle per se, die ich spiele, aber ich habe bisher keine Kunstfigur erfunden.
Ein Alterego zu schaffen, im konkreten Fall 2021 in Form einer lebensgroßen Puppe, bot die Möglichkeit, einen anderen Körper auch zum Performancekörper werden zu lassen. Was von einer Performance dann übrig bleibt, das filmische und  fotografische Dokumentationsmaterial sowie Textmaterial und eigenes Fotomaterial werden von mir erneut filmisch verarbeitet. Themen und Aktionen werden komplexer.“

 

www.eva-weingaertner.de

 

Monika Schwitte (1956 – 2015)

studierte von 1977 bis 1979 an der Kunsthochschule in Kassel, anschließend bis 1982 an der Städelschule , Hochschule für Bildenden Künste in Frankfurt am Main,

von 1999 bis 2004 lehrte sie als Professorin künstlerischen Film an der Städelschule Frankfurt.

https://lightcone.org/en/filmmaker-1675-monika-schwitte

Film-Übermalungen von Monika Schwitte / Analogfilm

Monika Schwitte arbeitet an der Schnittstelle zwischen Film und Malerei. Sie verwischt und überschreitet die Grenzen des filmischen Mediums, indem sie gefundenes Filmmaterial unterschiedlichster Herkunft verwendet, in das sie von Hand eingreift.

Die in Frankfurt lebende Künstlerin Monika Schwitte arbeitet an der Schnittstelle zwischen Film und Malerei. Sie verwischt und überschreitet die Grenzen des filmischen Mediums, indem sie gefundenes Filmmaterial unterschiedlichster Herkunft verwendet, in das sie von Hand eingreift. In zeitaufwändigen Verfahrensschritten verwendet sie malerische Elemente, Flecken, Striche, um bestimmte Farbwerte am einzelnen Kader zu verdecken oder hervorzuheben und die Bildelemente zu verdichten. Zusätzlich setzt sie direkt am Material Zelluloid an, indem sie es mit Lö­chern oder Einschnitten versieht. Beide Methoden dienen ihrem Ziel, das Licht des Projektors auf ihre Weise auf die Leinwand zu lenken. Ein weiteres Verfahren liegt dann in ihrer Schnitttechnik, mittels derer Schwitte ihren Kurzfilmen komplexe, rhythmische Strukturen und Bildabfolgen verleiht.

Monika Schwitte bearbeitete originales Filmmaterial mit malerischen Mitteln. Teile der Filmbilder, die aus unterschiedlichen Quellen stammen, sind durch Farbflecken oder Striche verdeckt, andere Bereiche werden hervorgehoben. Durch den malerischen Eingriff der Künstlerin verdichtet sich die Struktur der Bilder, Löcher und Einschnitte teilen den Zelluloidstreifen.
Sie malt auf Film, mehr noch, sie malt Film. Nicht im Sinne von Animation, keine Zeichentrick-Konkurrenzen. Im Gegenteil: ihre Malbewegung löscht Figürliches eher aus. Wir finden uns in einem Ablauf flimmernder oder auch flammender Bildfragmentierungen. Löschungen, Übermalungen. Ausgangsmaterialien sind 35mm Filmstreifen, beim Schneiden von Spielfilmen herausgefallene Filmmeter, von Monika Schwitte vorm Papierkorb bewahrt und auf ihrem Licht- bzw. Schneidetisch gelandet.

In zeitaufwändigen Verfahrensschritten beschäftigt sich Monika Schwitte mit malerischen Elementen, Flecken, Strichen, um bestimmte Farbwerte am einzelnen Kader zu verdecken oder hervorzuheben und die Bildelemente zu verdichten. Zusätzlich setzt sie direkt am Material Zelluloid an, indem sie es mit Löchern oder Einschnitten versieht; beide Methoden dienen ihrem Ziel, das Licht des Projektors auf ihre Weise auf die Leinwand zu lenken. Ein weiteres Verfahren liegt dann in ihrer Schnitttechnik, mittels derer Monika Schwitte ihren Kurzfilmen komplexe, rhythmische Strukturen und Bildabfolgen verleiht.

Ausstellung in Berlin vom 17.06.–09.09.2022

Ausstellung in Berlin vom 17.06.–09.09.2022

„Affecting Memory“

Cécile Belmont | Nezaket Ekici | Wolfram Kastner | Margarete Rabow | Ute Reeh | Maya Saravia | Santiago Sierra | Roberto Uribe

Vernissage am Donnerstag, 16.06.2022, 18 Uhr
Deutscher Künstlerbund, Markgrafenstr. 67, Berlin-Kreuzberg

Begrüßung:
Cornelia Rößler, Vorstand Deutscher Künstlerbund

Einführung:
Oscar Ardila und Stefan Krüskemper, Ausstellungskuratoren

Ausstellungsdauer:
17.06.–09.09.2022
Sommerschließzeit: 02.–12.08.202

Öffnungszeiten:
Dienstag – Freitag, 14 – 18 Uhr (und nach Vereinbarung)

Über die Ausstellung:
»Affecting Memory« gewährt einen Blick auf ausgewählte internationale Positionen der performativen Aktionskunst, die sich mit ihren multiplen Perspektiven radikal von traditionellen Mahn- und Denkmalsvorstellungen lösen.

Gezeigt wird eine performative Gedenkkultur als Bewegung, die sich eigenständig in Form von partizipativen Prozessen, temporären Interventionen und politischen Performances entwickelt hat. Die Frage, wie Kunst gesellschaftlich fruchtbar werden, Heilungsprozesse anstoßen und politisch Einfluss nehmen kann, steht dabei im Fokus der Auseinandersetzung zwischen einer alternativen antifaschistischen Nachkriegsgedenkkultur und der gegenwärtig postkolonial geprägten globalen Gedenkkultur. So werden zu dieser derzeit weitgehend von Trauerarbeit bestimmten Erinnerungskultur Alternativen angeboten, in denen Ironie, Humor und Subversion eine konstruktive und entpolarisierende Rolle spielen, um emotional aufgeladene Problemfelder von Erinnerungen neu zu erschliessen und anders zu denken.

Die acht an der Ausstellung beteiligten Künstler*innen bringen unsere gewohnte Art der Erinnerung »in Bewegung«, wenn sie einerseits auf andere Arten von Emotionen rund um die Konflikte der Vergangenheit abzielen und andererseits typische Repräsentationen von Erinnerung »verändern«, in dem sie andere Materialitäten, andere Körper sowie andere Arten der Aufzeichnung und Übermittlung von Erinnerung anbieten.

Kuratiert von Oscar Ardila und Stefan Krüskemper

Kuratorenführungen:
Donnerstag, 30.06.2022 | 17 Uhr
Donnerstag, 21.07.2022 | 17 Uhr

Aktionstag:
Donnerstag, 01.09.2022 | 17 – 21 Uhr
Performances mit den Künstler*innen Nezaket Ekici | Wolfram Kastner | Roberto Uribe

Vortrag und Gespräch der Kuratorin und Autorin Paz Guevara, Haus der Kulturen der Welt und Archive in Berlin, mit den Ausstellungskuratoren Oscar Ardila und Stefan Krüskemper (in englischer Sprache)

Treffpunkt:
Deutscher Künstlerbund
Markgrafenstraße 67 |  10969 Berlin-Kreuzberg

Besuch:
Der Besuch der Veranstaltungen ist kostenfrei.
Es gelten die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln des Landes Berlin.

Download Flyer: Affecting_Memory_Flyer-Plakat

 

 

 

Gedenkprojekt in Thüringen

Schreiben Sie mit!

Ungefähr 2.500 Jüdinnen und Juden aus zählen zu den Todesopfern der Shoah, derer hier in besonderem Maße gedacht werden soll.

Im Mai und im September 2022 werden in Thüringen vier Aktionen an vier Orten realisiert.

Start ist am 09.5.2022 in Erfurt von 11-13 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz

Die Gedenkaktion wird vom Erinnerungsort Topf & Söhne und dem Landesrabbiner Alexander Nachama begleitet.



Foto: Margarete Rabow, Willy-Brandt-Platz Erfurt

Zweite Aktion am 09.09.2022 in Meiningen von 11-13 Uhr am Marktplatz

Die Gedenkaktion wird von der Stadt Meiningen und der B.M. Strupp-Stiftung begleitet.

Dritte Aktion am 11.09.2022 in Gera von 12-14 Uhr, Johannisplatz

Die Gedenkaktion wird von der Gedenkstätte Amthordurchgang e.V. und dem Jugendhaus Shalom begleitet.

Vierte und Abschlussaktion am 19.09.2022 in Weimar, Stéphane-Hessel-Platz von 10-16 Uhr

Die Gedenkaktion wird von der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und dem Erinnerungsort Topf & Söhne begleitet.

 

Foto: Dorothee Schlüter, Sammlung Gedenkstätte Buchenwald, Weimar, Stéphane-Hessel-Platz

 

Film „11.908“ und die Dokumentation zum Film von Eva Kneer

Eine Veranstaltung zum Gedenken an das Novemberpogrom von 1938.

Am 09.November 2021 im Mal Seh´n Kino mir anschließendem Gespräch.

Adlerflychtstr.6, Hinterhaus, 60318 Frankfurt (Nordend)

11.908“, 16mm Schwarz/Weiß Negativfilm, digitalisiert, vertont, 10:48 Minuten, 2020

Die Dokumentation zum Film von Eva Kneer, 17:21 Minuten, 2021

Dieser Film entstand aus dem Gedenkprojekt

„Schreiben gegen das Vergessen“

Über 300 Menschen, davon 125 Schülerinnen und Schüler schrieben an fünf Tagen, vom 23.-27.08. 2020, die Namen der 11.908 ermordeten Frankfurter Jüdinnen und Juden auf den Mainkai in Frankfurt am Main, mit weißer Schulkreide. Von jedem Namen wurde mit einer analogen Filmkamera ein Einzelbild gemacht.

Regie: Margarete Rabow









Filmpremiere „11.908“ und der Dokumentation zum Film von Eva Kneer

Vom 23.-27. August 2020 schrieben über 300 Menschen die Namen der ermordeten Frankfurter Jüdinnen und Juden auf den Mainkai.

Nun sehen wir mit großer Freude der Filmpremiere entgegen und möchten Sie hierzu einladen!

Premiere „11.908“ und der Dokumentation zum Film von Eva Kneer

Am Sonntag, den 11. Juli 2021 um 19 Uhr
Im Jüdischen Museum, Berta Pappenheim Platz 1, Frankfurt

Mit anschließendem Gespräch:
Marc Grünbaum, Kulturdezernent der Jüdischen Gemeinde Frankfurt
Dr. Werner Hanak, stellvertretender Direktor des Jüdischen Museums Frankfurt
Dr. Philipp Neumann-Thein, stellvertretender Stiftungsdirektor der Gedenkstätte Buchenwald
Margarete Rabow Künstlerin
Moderation: Dr. Daniela Kalscheuer, Haus am Dom

https://www.juedischesmuseum.de/fileadmin/user_upload/Bilder/Veranstaltungen_2021/programmheft-juni-august-2021.pdf

 

Foto: Gunter Deller, Sankt Pölten 2018

Gedenkprojekt in Emden

Am 14. Juli 2021 plant die Max Windmüller Gesellschaft in Zusammenarbeit mit Margarete Rabow ein Gedenkprojekt in Emden.

1.202 ostfriesische Jüdinnen und Juden zählen zu den Todesopfern der Shoah, derer hier in besonderem Maße gedacht werden soll.

Der Oberbürgermeister der Stadt Emden, Tim Kruithoff, übernimmt die Schirmherrschaft und befürwortet das Gedenkprojekt ausdrücklich.

Der Niedersächsische Landesbeauftragte gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens, Herr Dr. Enste, drückt seinen persönlichen Dank aus für das vorbildliche Engagement.

Wir starten:

Am 14. Juli 2021 um 10 Uhr auf dem Marktplatz in Emden.

 

Foto: Gero Conring, Emden Marktplatz

Schreiben gegen das Vergessen in Frankfurt am Main

Wie soll, oder könnte Gedenken aussehen, wenn bald alle Zeitzeugen verstorben sind?
Wie erreicht man so viele Menschen wie möglich und bindet sie in ein Gedenkprojekt ein?
Wie kann man das Ausmaß der nationalsozialistischen Verbrechen sichtbar machen?
Die nachfolgend beschriebene Kunst-Aktion „Schreiben gegen das Vergessen“ wurde bereits im Juni 2018 erfolgreich in Wien realisiert und das daraus entstandene filmische Ergebnis mit dem Titel „66.000“ am 9. November 2018 veröffentlicht. An diesem Tag jährte sich das Pogrom vom November 1938 zum 80sten mal.

Das Gedenkprojekt wird in Frankfurt am Main fortgesetzt.
11.908 Namen erinnern an die ermordeten Frankfurter Jüdinnen und Juden.
Vom 21. – 26.April 2020 sollten in einer Kunst-Aktion mit vielen Teilnehmenden die Namen der 11.908 Frankfurter Todesopfer der Shoah auf den Mainkai geschrieben werden. Leider konnte das Projekt in diesem Zeitraum aus gegebenem Anlass nicht verwirklicht werden.
Geplant ist nun die Realisierung in der letzten Augustwoche 2020.
www.schreiben-gegen-das-vergessen.eu

Foto: Claudia Rohrauer, Wien 2018